Meine allererste Kamera erhielt ich von meinen Eltern. Es war eine Agfa Tele Pocket - ritschratsch-klick. Meine Eltern trauten mir nicht zu, den Kleinbildfilm aus der Patrone richtig einzulegen. Die Alternative war damals der Pocket-Kassettenfilm mit dem Negativformat 9x11 mm.
Das Einlegen war idiotensicher, die Bildqualität war allerdings auch idiotisch. Die üblichen 9x13-Abzüge konnte man noch ansehen, was darüber war - naja.
Im Schullandheim war eine starke Fraktion der Canon AE-Program vertreten. Deren Bilder waren deutlich besser. Meine Agfa Tele Pocket hatte daraufhin eine Unfall. Von den Geldgeschenken zur Konfirmation habe ich mir dan eine "echte" Spiegelreflex gekauft.
Die Tele Pocket hat man mit einem Schieber eingeschaltet. Einstellungen gabe es keine zu machen, das Ding war dirlet schußbereit. Mit einem Schiebeschalter wurde eine Linsengruppe eingeschoben. Damit hatte man ein "Teleobjektiv". Den Film einzulegen war ein Kinderspiel. Der Film war vollständig in einer Plastikkassette. Diese kontne man nur in einer Richtung einlegen. Der Auslöser war ein Piezo-Element. Ein verwackllungssicheresAuslösen war so ganz einfach.
Eine einfach zu bedienende Kamera, die in jede Tasche passte. Sozusagen eine Alltags-Schnappschuß-Maschine.





